Geschichte, Ursprung, Pflege und Heilung des Microdermal-Piercings
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Das Microdermal-Piercing (Abkürzung von "micro-transdermal implant" im Englischen) entstand Anfang der 2000er Jahre in den USA. Es wird auch als "piercing microdermique" im Französischen oder als mikrodermales Piercing bezeichnet. Das Microdermal-Piercing ist tatsächlich die Weiterentwicklung des Mikro-Piercings, dieser kleinen Oberflächenringe, und des Oberflächenpiercings im Allgemeinen. Es handelt sich um das, was man als transdermales Implantat bezeichnet, wie Sie sicherlich bereits verstanden haben.
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Foto: 2Face-Tattoo
Das Microdermal-Piercing ist eine echte Revolution in der Welt des Piercings. Die Abstoßungsrate ist im Vergleich zu Oberflächenpiercings sehr gering. Darüber hinaus können sie schnell nahezu überall am Körper eingesetzt werden; die Platzierungsmöglichkeiten sind vielfältiger und mit zwei Microdermals lässt sich ein klassisches Oberflächenpiercing nachbilden.
Seit seiner Entstehung hat sich das Microdermal-Piercing in verschiedenen Formen weiterentwickelt (Außengewinde, unterschiedliche Basisformen usw.). Die neueste Entwicklung ist der "Skin Diver", der deutlich kleiner ist und bei dem kein Aufschrauben eines Aufsatzes möglich ist (die Basis ist rund, meist eine kleine Scheibe).
Alle Basen von Microdermal-Piercings müssen aus Titan G23 bestehen, wie in unserem Shop. Die Aufsätze hingegen können aus Chirurgenstahl 316L gefertigt sein.

Foto: chameleonkitty
Pflege und Heilung des Microdermal-Piercings
Im Allgemeinen sind 2 Wochen Pflege und 3 Monate bis zur vollständigen Heilung erforderlich. Die Heilung des Microdermal-Piercings verläuft schneller als die eines Oberflächenpiercings.
Die Pflege ist in der Regel einfach: Reinigen Sie das Piercing zweimal täglich mit pH-neutralem Seifenschaum, um verschiedene Sekrete (Blut, Lymphe usw.) zu entfernen, und spülen Sie es anschließend mit Kochsalzlösung ab. Vergessen Sie nicht, alles abzutrocknen, damit Ihr Piercing atmen kann.
Tipps: Um die Reinigung zu erleichtern, empfiehlt es sich, für den ersten Reinigungsschritt mit Seife sowie zum Trocknen Wattestäbchen zu verwenden. Drücken Sie die Spitze des Wattestäbchens ruhig fest zusammen, um ihr eine flache Form zu geben und sie leichter unter den Schmuck gleiten zu lassen. Zum Spülen mit Kochsalzlösung können Sie jedes Mal eine komplette Einzeldosis verwenden und Ihr Piercing von allen Seiten gründlich spülen.
Das Stechen des Microdermal-Piercings
Das Stechen eines Microdermal-Piercings dauert in der Regel länger als das Stechen jedes anderen Piercings. Es wird meist mit einem "Dermal Punch" durchgeführt, einer mehr oder weniger großen Art von Nadel, mit der die Haut ausgestanzt wird, ähnlich wie bei einer Kernbohrung. Dabei wird die Haut zunächst von oben, dann nach vorne und anschließend nach hinten bearbeitet, um die Öffnung vorzubereiten, in die die Basis des Microdermal-Piercings eingesetzt wird. Die Technik wirkt barbarisch, doch die Schmerzen sind gut auszuhalten und deutlich weniger intensiv, als man sich vorstellen könnte. Das ist sogar überraschend! Anschließend wird der Schmuck mithilfe einer speziellen Zange in die Öffnung eingesetzt, die es ermöglicht, ihn an der Spitze festzuhalten. Das Stechen kann auch mit einem Skalpell oder einer Nadel erfolgen.
Anschließend ist es durchaus möglich, den Schmuck mit einem Skalpell zu entfernen, wobei lediglich eine kleine, kaum sichtbare Narbe zurückbleibt. Wird der Schmuck des Microdermal-Piercings versehentlich herausgerissen, kann er je nach Elastizität Ihrer Haut und der Stärke des erlittenen Stoßes wieder eingesetzt werden. Sollte dies passieren, muss sorgfältig überprüft werden, dass der Schmuck nach dem Wiedereinsetzen weiterhin bündig mit der Hautoberfläche abschließt und somit nicht schief sitzt. Sitzt er schief, liegt das Risiko einer späteren Abstoßung nahezu bei 100 %.
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